Bei Wohnungsmängel kann man gesetzliche Ansprüche auf Mietminderung durchsetzen. © tiero - Fotolia.com

Bei Wohnungsmängel kann man gesetzliche Ansprüche auf Mietminderung durchsetzen. © tiero – Fotolia.com

Mängel in der Mietwohnung müssen Sie nicht akzeptieren!

Nach Einschätzungen des Deutschen Mieterbundes verschenken Mieter jedes Jahr mehr als 100 Mio. €, da sie ihr Recht auf Mietminderung nicht geltend machen, obwohl ihre Wohnung erhebliche Mängel aufweisen – das berichtet das Internetportal Berlin.de. Wir können diese Einschätzung nur bestätigen, denn obwohl viele Wohnungen mit baulichen oder anderen Mängeln behaftet sind, scheuen sich viele Mieter, diese Schäden überhaupt erst ihrem Vermieter anzuzeigen.

Die Gründe dafür sind vielschichtig:

  • manche haben sich mit dem Mangel arrangiert und akzeptieren diesen einfach
  • für manche ist der Aufwand zu groß, den Vermieter zu informieren
  • manche haben Angst, dass der Vermieter ihnen Probleme bereitet, wenn sie ihm einen Mangel melden
  • manche wissen aber auch einfach gar nicht, wie man das macht

Achtung: Wenn Mieter einen Mangel verschweigen, kann Schadenersatz drohen.

Vielen Mietern ist gar nicht bewusst, dass sie gesetzlich verpflichtet sind, einen Mangel in ihrer Wohnung anzuzeigen. Tun sie dies nicht und der Mangel verschlimmert sich im Zeitablauf, kann der Vermieter unter Umständen sogar Schadenersatz von seinen Mietern verlangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es dem Vermieter möglich gewesen wäre, den Schaden zu geringeren Kosten zu beseitigen, wenn er frühzeitig davon erfahren hätte. Mit dem Verschweigen von Wohnungsmängeln schadet sich der Mieter also zweifach: Zum einen verzichtet er auf eventuelle Ansprüche auf Mietminderung und zum anderen setzt er sich dem Risiko aus, bei einer Verschlimmerung der Situation Schadenersatz leisten zu müssen.